Pressemitteilung: Das 1/4 unter Strom – Kulturzentrum Lagerhaus stellt Energiekonzept zum Mitmachen vor
Geschrieben von: Carolina Oslath Mittwoch, 13. Oktober 2010 um 11:38 Uhr
Das Kulturzentrum Lagerhaus sowie das angrenzende Theaterkontor steigen in die Produktion regenerativer Energien ein. Mit einer bürgerfinanzierten Solaranlage und einem Blockheizkraftwerk beteiligen sie sich an der Klimaschutzinitiative des Bremer Viertels. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum des Kulturzentrums Lagerhause finden sich Initiativen zusammen, um das Projekt fit für die nächsten 30 Jahre zu machen."Es geht nicht nur darum, dass wir den Strom, den wir verbrauchen auch selbst erzeugen wollen, sondern auch darum, dass jeder und jede bei der Energiewende mitmachen kann." sagt Bernd Scheda von der Geschäftsleitung des Kulturzentrums Lagerhaus. Noch in diesem Jahr soll auf den Dächern des Kulturzentrums Lagerhaus und des theaterkontors eine Photovoltaikanlage gebaut werden, die den Strombedarf für ca. 30 Personen deckt. Das Besondere: die Anlage wird durch Bürgerbeteiligungen finanziert werden. "Aber das ist ja erst der Anfang," so Scheda weiter. Zusätzlich ist ein Blockheizkraftwerk geplant, das auch die angrenzende Aucoop (Ausbildungs- Cooperative) mit Wärme versorgt. In der zweiten Ausbaustufe sollen sich interessierte Hauseigentümer der umliegenden Gebäude an den Energieprojekten beteiligen können.
Der erste Schritt ist jedoch der Bau einer Bürgersolaranlage, unterstützt durch die Erfahrungen des Projektes SaHNE (Sanfte Hochtechnologien in der Nahrungsmittel- und Energieproduktion). Die Initiatoren des Projektes haben im letzten Jahr eine ähnliche Anlage auf einem Biobauernhof realisiert. "Da hatten wir die Investitionssumme innerhalb von acht Wochen zusammen. Nun haben wir einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, dass es dieses Mal noch schneller geht.", meint Sylvia Wietfeld, die Geschäftsführerin der SOLAgeRhaus Bremen GbR, der zugrunde liegenden Gesellschaft für den Betrieb der Anlage. An dieser Gesellschaft können interessierte Personen Anteile zeichnen und damit die Anlage finanzieren. Über die garantierte Abnahmevergütung für den produzierten Strom wird diese Anfangsfinanzierung komplett zurückgezahlt - zusätzlich einer Rendite von etwa 3%. Mit einem Teil der Gewinne werden weitere soziale und ökologische Projekte unterstützt.
"Wir hoffen, dass dies der Auftakt zu einer Klimaschutzkampagne im Viertel wird, an der sich Hauseigentümer, Unternehmer, Initiativen und eben auch Einzelpersonen beteiligen. Mit solchen Projekten können wir den Beweis antreten, dass wir nicht auf die Politik warten müssen, um die Energiewende zu realisieren.", sagt Wietfeld zuversichtlich.
Infoveranstaltung zu den Beteiligungsmöglichkeiten: am Dienstag, 19.10., um 19 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage


