Pressemitteilung: Bürgersolaranlage Sandhausen geht ans Netz
Geschrieben von: Carolina Oslath Dienstag, 15. Dezember 2009 um 13:29 Uhr
In nur vier Monaten hat eine Bremer Solarinitiative genügend Investoren von einer Beteiligung an der Anlage überzeugt und die Installation realisiert. Die Bürgersolaranlage wird am 20.12. auf dem Gärtnerhof Sandhausen eingeweiht und geht noch dieses Jahr ans Netz.
Die Freude bei den Initiatoren ist groß: "Die Arbeit hat sich gelohnt, wir freuen uns sehr, dass die Stromproduktion jetzt bald losgeht.", sagt Malte Zieher, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, umringt von seinen Teamkollegen des Projekts "SaHNE (Sanfte Hochtechnologien in der Nahrungsmittel- und Energieproduktion)". Gemeinsam mit dem Biobauern Martin Clausen, der seine Dächer zur Verfügung stellt, haben sie die Anlage konzeptioniert und um Investoren geworben.
Die vollständig über Bürgerbeteiligungen finanzierten Solarmodule werden Strom für etwa 30 Personen produzieren, der über das EEG vergütet wird. "Es ging uns aber nicht nur um die Rendite, sondern auch um die Förderung weiterer sozialer und ökologischer Projekte.", so Zieher. So gehört es zum Konzept, dass ein Teil der Rendite als Spende z.B. an das Zentrum für Solidarische Ökonomie in Bremen und an ein Solarprojekt in Kamerun geht. ?? Gesellschafter hat dieses Konzept überzeugt; in nur 11 Wochen waren die knapp 100.000 Euro Investitionskapital beisammen.
Diesen Erfolg möchten die Initiatoren gemeinsam mit den Gesellschaftern feiern: "Natürlich sind alle herzlich zur Einweihung am 20.12. eingeladen." erklärt Carolina Oslath, Pressesprecherin der Initiative. Aufgrund der frostigen Temperaturen ist jedoch nur ein kurzer Festakt geplant. "Im Sommer werden wir alle Beteiligten zum Hoffest einladen und richtig feiern. Da gibt's dann wahrscheinlich auch weitere Neuigkeiten." so Oslath weiter.
Denn klar ist: Nach diesem Erfolg möchte das Projekt SaHNE weiter machen: "Wir werden weitere Bürgerkraftwerke bauen, aber wagen uns auch an weitergehende Fragestellungen, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen kann. Ein nächstes Projekt könnte in Richtung Energiemanagement in Gebäuden gehen." erklärt Zieher die Pläne für die Zukunft.
Die Motivation für das ehrenamtliche Engagement der Studierenden ist schnell erklärt: "Na ja, so lange die jetzige Regierung im Angesicht des Klimawandels immer noch auf Dino-Technologien wie Atom und Kohle setzt, müssen halt private Initiativen schon mal einen anderen Weg aufzeigen." erklärt Oslath. "Also machen wir weiter."


