Pressemitteilung: Bremer Solarprojekt kooperiert mit Kamerun
Geschrieben von: Carolina Oslath Mittwoch, 16. September 2009 um 18:21 Uhr
Eine Bremer Energie-Initiative hat den Bau einer bürgerfinanzierten Solaranlage vorbereitet, deren Gewinne zum Teil weitere soziale Projekte fördern sollen. Eines der ersten Projekte soll eine „Schwester-Anlage“ auf einer kamerunischen Schule sein. Mit Informationsveranstaltungen wird um weitere Gesellschafter geworben.
Nach den ersten drei Informationsveranstaltungen sind die Reaktionen auf das entstehende Bürgersolarprojekt durchweg positiv. „Wir sprechen die Menschen mit unserem Konzept an und können überzeugen. Auf den bisherigen Informationsveranstaltungen konnten zudem alle Fragen stets im direkten Gespräch geklärt werden.“, so Malte Zieher, der Geschäftsführer der Bürgersolaranlage Sandhausen GbR. Um weitere interessierte Bürger zu erreichen, werden die nächsten Infotermine daher in Bremen-Horn (19.09., 18h, Andreas-Gemeinde), an der Universität (22.09., 15h, Gebäude SFG) und wieder auf dem Gärtnerhof Sandhausen (03.10., 16h) stattfinden.
„Zur Strahlkraft des Projekts gehört sicherlich, dass wir über die Energieerzeugung hinaus denken und auch den globalen Süden in unser Konzept einbeziehen.“, ist sich Carolina Oslath, Pressesprecherin der Initiative, sicher. Mindestens 30 Prozent der über die Einlagenrückzahlung hinausgehenden Gewinne sollen in weitere ökologische und soziale Projekte fließen. „Gerade haben wir einen Partner aus Kolara in Kamerun gewonnen, der dort ebenfalls eine Solaranlage errichten möchte. Den Bau dieser Anlage werden wir unterstützen und auch schauen, welche weiteren Möglichkeiten der Zusammenarbeit es gibt.“, so Oslath weiter.
Jeder Gesellschafter kann bei Abschluss des Gesellschaftsvertrages wählen, welches Projekt er unterstützen möchte. Dazu gehören neben Erneuerbaren Energien in Deutschland und Afrika auch die Förderung Freier Software oder des Zentrums für Solidarische Ökonomie. „Wir haben die Anlage als sichere Investitionsmöglichkeit geplant und gehen von einer Rendite von etwa 6 Prozent aus. Dennoch wollen wir nicht nur persönlichen, sondern auch gesellschaftlichen Wohlstand fördern.“, erläutert Malte Zieher. “Und da die Energiewende nur global funktionieren kann, sind wir stolz, den Bau einer Solaranlage in Kamerun unterstützen zu können.“
Nach den nächsten Informationsveranstaltungen soll die Anlage in Sandhausen bald in den Bau gehen. „Wir brauchen noch etwa 40.000 Euro, dann kann der Auftrag erteilt werden.“, so Zieher. Ziel ist es, noch in diesem Jahr ans Stromnetz zu gehen. Nach der Resonanz in den letzten Wochen zu urteilen, wird das wohl gelingen.


