Häufig gestellte Fragen
Geschrieben von: Christian Gutsche
Fragen zu SaHNE:
Wieso Solidarische Ökonomie?
Was, wenn ich oder Bekannte von mir mehr für die Energiewende tun wollen?
Fragen zum Prinzip unserer Bürgersolaranlagen:
Was bedeutet eine Beteiligung an der Anlage für mich persönlich?
Ist mein Geld sicher?
Habe ich Arbeit mit der Beteiligung?
Bin ich mit einer Beteiligung lanfristig gebunden?
Muss bei einer Beteiligung Abgeltungssteuer gezahlt werden?
Was passiert mit dem Solarstrom?
Erzeugt die Anlage eigentlich mehr Strom als für ihre Herstellung benötigt wird?
Was passiert, wenn die Anlage nicht mehr im Jahr 2009 gebaut werden kann?
Was passiert, wenn die Anlage kaputt geht?
Warum hat jede(r) Beteiligte in der Versammlung eine Stimme, unabhängig von der Einlage?
Was ist ein kWp (Killowatt peak)?
Wieso Solidarische Ökonomie?
Saubere Energie zu erzeugen ist nicht die einzige Herausforderung, der wir Menschen zu begegnen haben. Nach wie vor stirbt alle 3 Sekunden ein Kind in den Entwicklungsländern an Hunger oder dessen Folgen, während weltweit doppelt so viele Nahrungsmittel erzeugt werden, wie wir bräuchten um ALLE Menschen zu ernähren. Wir wollen nicht bei der Erzeugung sauberen Stroms stehen bleiben, sondern unterstützen, dass auch an anderen drängende Problemen der Menschheit gearbeitet wird. Wir verstehen wir uns als Teil der weltweiten Bewegung Solidarische Ökonomie und arbeiten im Zentrum für Solidarische Ökonomie mit anderen Projekten zusammen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt zu unserem solidar-ökonomischen Abschlag.
Was, wenn ich oder Bekannte von mir mehr für die Energiewende tun wollen?
Kontaktieren Sie uns! Wir arbeiten weiter an progressiven Projekten. Oder bauen Sie selbst eine Bürgersolaranlage auf. Wir unterstützen Sie gerne dabei.
Was bedeutet eine Beteiligung an der Anlage für mich persönlich?
Sie tun etwas gutes für das Klima und die Umwelt, für eine demokratische und effiziente Energieversorgung und Sie unterstützen solidar-ökonomische Projekte mit einem Teil der Gewinne der Anlage. Sie werden Mitglied der GbR, bekommen Ihre Einlage innerhalb von 20 Jahren zurück und zusätzlich noch darüber hinaus gehende Gewinne. Eine Beispielrechnung und die erwartete Rendite finden Sie demnächst auf der Homepage.
Ist mein Geld sicher?
Ja. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert eine 20-jährige Vergütung des erzeugten Stroms. Gegen Ausfälle und Unfälle werden Versicherungen abgeschlossen. Der genaue Jahresertrag (und damit auch die Rendite) hängt vor allem davon ab, wie viel Sonne im jeweiligen Jahr scheint. Die tatsächliche Rendite wird höchstwahrscheinlich größer sein als die erwartete, da wir zur Sicherheit konservative Annahmen bei der Ertragsprognose gemacht haben.
Habe ich Arbeit mit der Beteiligung?
Nach dem Beitritt in die GbR ist eine Teilnahme an den Jahreshauptversammlungen erwünscht, sonst haben Sie damit keinen Aufwand. Wenn Sie sich mehr engagieren wollen, melden Sie sich bei uns. Mitstreiter für die Energiewende und für eine Solidarische Ökonomie sind immer willkommen!
Bin ich mit einer Beteiligung langfristig gebunden?
Die GbR besteht für mindestens 20 Jahre. Wenn Sie allerdings nicht mehr von der Gesellschaftertätigkeit profitieren möchten, ist ein vorzeitiges Ausscheiden zum Ende jedes Geschäftsjahres möglich, indem Sie ihren Geschätfsanteil verkaufen.
Muss bei einer Beteiligung Abgeltungssteuer gezahlt werden?
Die Abgeltungsteuer betrifft nicht die Beteiligung an der Solaranlage, da es sich nicht um Kapitalerträge handelt. Jede(r) GesellschafterIn erhält Erträge aus Geschäftstätigkeit. Diese Erträge sind von der Abgeltungsteuer ausgenommen, müssen gleichwohl bei der Einkommenssteuererklärung angegeben werden.
Was passiert mit dem Solarstrom?
Der Strom wird, wie bei allen größeren Photovoltaikanlagen, ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür bekommen wir vom Energieversorger eine durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesetzlich festgelegte Vergütung. Der Strom ist dann nicht mehr von konventionell erzeugtem Strom unterscheidbar, sorgt aber durch das höhere Angebot an Strom dafür, dass weniger konventioneller Strom produziert werden muss, um unseren Bedarf zu decken.
Erzeugt die Anlage eigentlich mehr Strom, als für ihre Herstellung benötigt wird?
Die Zeit die kristalline Solarzellen brauchen, um die Energie zu erzeugen, die für ihre Produktion gebraucht wurde, beträgt ca. 3 Jahre. Die energetische Amortisationszeit von Dünnschichtsolarzellen beträgt nur 1 bis 2 Jahre. Eine Photovoltaik-Anlage kann gut und gerne 30 Jahre Strom produzieren und leistet damit also einen großen Beitrag für die Umwelt und unser Klima.
Was passiert, wenn die Anlage nicht in 2009 gebaut werden kann?
2010 sinkt zwar die Einspeisevergütung, aber die Modulpreise sinken ebenfalls. Der finanzielle Unterschied ist deshalb nicht sehr gravierend. Nichtsdestotrotz wollen wir die Anlage so schnell wie möglich ans Netz kriegen.
Was passiert, wenn die Anlage kaputt geht?
Eine Allgefahrenversicherung deckt alle gängigen Gefahren ab. Das schließt insbesondere Witterung und Vandalismus ein. Im Schadensfall kommt die Versicherung auch für Ertragsausfälle auf. Eine Betreiberhaftpflichtversicherung kommt zudem dafür auf, wenn durch die Anlage (z.B. herunter fallende Module) ein Schaden entsteht.
Warum hat jede(r) Beteiligte in der Versammlung eine Stimme, unabhängig von der Einlage?
Uns ist Demokratie wichtig. Wir finden es wichtig, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer Einlagenhöhe, gleiches Mitspracherecht haben.
Was ist ein kWp (Kilowatt peak)?
Die elektrische Leistung eines Photovoltaik-Moduls, also die Strommenge, die sie erzeugt, wird in kWp (Kilowatt peak) angegeben. Da die Leistung abhängig von der Sonneneinstrahlung ist, gibt man die Spitzenleistung (peak Leistung) des Moduls an. Wenn ein Modul eine Stunde lang 1 kW Strom produziert, dann wurde eine kWh (Kilowattstunde) Strom erzeugt. Eine Photovoltaik-Modul mit einer Leistung von 1 kWp produziert innerhalb eines Jahres ungefähr 1000 kWh. Ein Drei-Personen-Haushalt verbraucht in einem Jahr ungefähr 4000 kWh. Unsere Anlage erzeugt also mit 30 kWp Strom für knapp 10 Drei-Personen-Haushalte.
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