Förderung Freier Software

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Die Energieversorgung wird immer noch von wenigen großen Erzeugern dominiert, die gegenüber der dringend notwendigen Energiewende erhebliche Beharrungskräfte aufweisen. Die Energiewende ist daher eng verknüpft mit dezentralem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Eine ähnliche Situation existiert im Softwarebereich. Hier konnte die marktbeherrschende Stellung eines Monopolisten relativiert werden durch die Entwicklung von freier Software. Inzwischen hat sich diese von Tausenden kooperativ-dezentral entwickelte Software zu einer wichtigen Infrastruktur gemausert. So wird etwa im Bereich der technischen Infrastruktur des Internets mehrheitlich freie Software eingesetzt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass -genau wie im Bereich der Energieversorgung- dezentral-kooperative Strukturen entscheidende Vorteile aufweisen, z.B. höhere FehlerfreundlichkTuxeit.

Anders sieht es allerdings im Desktop-Bereich, also bei den PCs auf den Schreibtischen aus. Hier ist es leider immer noch so, dass PCs zu mehr als 90% mit dem Betriebssystem eines Monopolisten ausgeliefert und meist auch verwendet werden. Und dies, obwohl mit Linux & Co. kann heute ein PC auf einfache Weise zu einem bedienungsfreundlichen Werkzeug für Büroanwendungen, Multimedia, Internet, grafisches Design, Bildung und anderes mehr werden.

Deswegen wollen wir in der Arbeitsgruppe Communtu den Umstieg auf Liunx noch weiter erleichtern, basierend auf dem benutzerfreundlichen Ubuntu-Linux. Wir haben ein Beratungskonzept und eine Webseite entwickelt, auf der man sich in einfacher Weise sein individuell angepasstes Linux zusammenklicken kann (www.communtu.de), und veranstalten regelmäßig Installationsparties.

Freie Software ist zudem für Entwicklungsländer interessant, weil man sich hier noch weniger leisten kann, teure Software eines Monopolisten zu kaufen. Erste Kontakte nach Kamerun und Uganda existieren bereits, so dass in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Erneuerbare Energien und neue Technologien in Afrika“ es hoffentlich bald zu einem Kooperationsprojekt kommen wird.

Sie können die Arbeit von Communtu unterstützen, indem Sie beim solidar-ökonomischen Abschlag das Projekt „Freie Software“ angeben (als Spende steuerabzugsfähig). Die Spendengelder werden z.B. für den Betrieb der Webseite verwendet (die Webserver laufen selbstverständlich mit Strom aus erneuerbaren Energien). Mittelfristig ist geplant, dass Communtu selbst Einnahmen erzielt (das geht mit freier Software tatsächlich), die dann auch der Energiewende/dem Projekt SaHNE oder anderen Projekten der solidarischen Ökonomie zur Verfügung gestellt werden.